Island fühlt sich nicht echt an

Es gibt Länder, die schön sind… Und dann gibt es da Island… Auch schön… Aber…

Ein Ort, bei dem man ständig das Gefühl hat, versehentlich auf einem anderen Planeten gelandet zu sein.

Schon auf der Fahrt vom Flughafen Richtung Reykjavík sah plötzlich alles anders aus als zuhause.

Keine typischen Landschaften. Keine dichten Wälder. Stattdessen:

  • schwarze Lavafelder
  • moosbedeckte Steine
  • dampfende Erde
  • Schneeberge neben grünem Gras

Und dazu dieser Himmel, der gefühlt alle zehn Minuten seine Stimmung ändert.

Mal Sonne. Mal Regen. Mal Sturm. Mal alles gleichzeitig 😄

Island sieht aus wie bearbeitet — nur eben in echt.


Island ist laut und still gleichzeitig

Das Verrückte an Island ist nicht nur, wie es aussieht. Sondern auch, wie es sich anfühlt.

Man hört ständig irgendetwas:

  • Wind
  • Wasser
  • Geysire
  • Regen auf der Kapuze
  • das Rauschen der Wasserfälle

Und trotzdem wirkt alles unglaublich ruhig. Fast leer. Fast unwirklich.

Es gibt Momente dort, da steht man einfach irgendwo zwischen Bergen, Lava und Wasser und merkt plötzlich, wie klein man eigentlich ist.

Und genau das mochte ich irgendwie so daran.


Wasser können die hier

Wirklich.
Island hat beschlossen, einfach alles mit Wasser zu kombinieren. Wasserfälle. Heiße Quellen. Geysire. Lagunen. Regen von der Seite. Wellness mitten im Nirgendwo.

Und ja:
Wasserfälle machen tatsächlich nass. Diese Erkenntnis mussten wir mehrfach wissenschaftlich überprüfen 😄

Besonders am Seljalandsfoss und Skógafoss habe ich irgendwann einfach aufgehört zu versuchen, trocken zu bleiben. Kapuze auf, weiterlaufen, akzeptieren.

Aber genau dort entstehen auch diese Momente, die man irgendwie nicht vergisst.

Wenn man komplett nass, zerzaust und halb weggeweht vor einem riesigen Wasserfall steht und einfach nur denkt:

„Wie kann ein Ort bitte SO aussehen?“


Island fühlt sich manchmal nicht echt an

Vielleicht ist genau das der Grund, warum so viele Menschen Island lieben. Weil dieses Land nicht perfekt geschniegelt wirkt. Sondern rau. Wild. Echt.

Man fährt stundenlang durch Landschaften, die aussehen wie aus einem Film. Man fotografiert plötzlich einfach Steine.
Man bleibt wegen irgendeines Wasserfalls wieder spontan stehen. Und irgendwann sitzt man einfach schweigend im Auto und schaut aus dem Fenster, weil man gar nicht mehr weiß, was man dazu noch sagen soll. Island ist nicht gemütlich. Nicht günstig. Nicht bequem.

Aber genau das macht es irgendwie besonders.

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