Mich strengt nicht die Welt an – sondern wie wir darüber reden
Kennst du diese Gespräche, bei denen du schon nach zwei Minuten merkst:
Das wird heute nichts mehr. Nicht, weil das Thema zu schwer ist. Sondern weil einfach nur Worte im Raum stehen. Jeder hat eine Meinung.
Zu allem. Sofort.
Und ganz oft hab ich das Gefühl, es geht gar nicht mehr darum, etwas zu verstehen sondern einfach nur darum, irgendwas zu sagen.
Ich glaub gar nicht, dass die Welt anstrengender geworden ist. Ich glaub, wir sind einfach lauter geworden.
Schneller. Oberflächlicher. Und vielleicht auch ein bisschen zu bequem, uns wirklich mit Dingen auseinanderzusetzen.
Extreme ziehen. Auf Social Media. In den Nachrichten. In Gesprächen.
Alles muss entweder krass oder schlimm sein. Weil das die einzigen Dinge sind, bei denen man noch kurz stehen bleibt.
Seien wir mal ehrlich:
Wer klickt schon auf „alles ist heute ganz normal“?

Und vielleicht bin ich auch einfach nur müde davon, mir ständig Meinungen anzuhören, die sich lauter anhören als sie eigentlich sind.
Manchmal wäre weniger Meinung und mehr echtes Nachdenken schon ein ganz guter Anfang.
